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Herausgeber: Gudrun & Norman Cloos (info@heilpraktiker-cloos.de)
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4. Ausgabe:
"CranioSacral-Therapie beim KISS-Syndrom"

Lassen Sie uns heute eintauchen in eine "geheimnisvolle" Therapie. Vielleicht haben Sie schon öfter davon gehört, doch was ist das eigentlich genau?

Wählen wir am besten ein häufiges Beispiel aus dem frühkindlichen Bereich:
Das KISS-Syndrom. Das ist kurz und einfach ausgedrückt ein schiefer Kopf und Hals
(auch: "Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung").
Was ist CranioSacral-Therapie?
CranioSacral-Therapie ist die Behandlung des craniosacralen Systems.
Dieses System besteht aus folgenden Komponenten:

  • Die Hirn- und Rückenmarkshäute: Sie bilden einen geschlossenen Sack vom Schädel bis zum Kreuzbein. Daher der Name: Cranio = Schädel und Sacrum = Kreuzbein. Diese Häute liegen dem Gehirn und den Schädelknochen an (dies ermöglicht die Behandlung bestimmter Gehirnareale über die Schädelknochen! Sehr interessant bei Lernstörungen...)
     
  • Die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, auch Liquor genannt.
    Dieser befindet sich innerhalb der o.g. Häute und wird in rhythmischen Abständen gebildet und resorbiert. Dies ergibt den:
     
  • Craniosacralen Rhythmus. Seine Füllungs- und Leerungsphasen sind spürbar am gesamten Körper, weil nämlich auch
     
  • das gesamte Bindegewebe zum craniosacralen System zählt.
    Damit sind alle Knochen, Muskeln, Bänder und sogar die Organe gemeint.
    Alles ist miteinander verbunden.
     
Nach Dr. Upledger, dem Begründer der CranioSacral-Therapie speichert der Körper auch Emotionen im Bindegewebe.
Deshalb ist diese Methode für uns als ganzheitlich arbeitende Therapeuten so wichtig. Sie bietet uns die Möglichkeit, über den Körper psychische Leiden und emotionale Traumen zu bearbeiten und zu lösen.
Betrachten wir das KISS-Syndrom näher:
Ein schiefer Hals kann entstehen, wenn z.B. der Kopfwendermuskel einseitig verhärtet oder verkürzt ist. Muskeln werden über Nerven versorgt. Der hier relevante Nerv muss durch ein kleines Loch zwischen zwei Schädelknochen (Hinterhaupt und Schläfenbein) hindurch. Diese Knochen verschieben sich aufgrund von Traumen oder durch die Geburt.

Man muss sich vorstellen: Beim Neugeborenen sind alle Schädelknochen noch sehr weich und elastisch. Der Weg durch den engen Geburtskanal ist auch nicht gerade ein Kinderspiel. Selbst bei unproblematischen Geburten kann es also leicht zu einer Beeinträchtigung des Nervs und damit der Muskelfunktion kommen.

Entspannt der Therapeut das Bindegewebe und die Häute durch sanfte Techniken, kann sich der Muskel entspannen und der Schiefhals lösen.



Dies ist nur eine Ursache für das KISS-Syndrom und auch nur ein Ausschnitt aus der CranioSacral-Therapie. Doch dies ermöglicht Ihnen hoffentlich einen Einblick in die Funktionsweisen.

Wir planen noch viele weitere Entdeckungsreisen gemeinsam mit Ihnen. Sehr interessant für eine der nächsten Cranio-Themen sind zum Beispiel Lernstörungen und Hyperaktivität. Über emotionale Traumen und sog. "Energiezysten" gibt es eine eigene Ausgabe - ein wirklich spannendes Thema.


Gudrun & Norman Cloos
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